Welche Produktkategorien von der Corona-Krise profitieren

Wie reagieren Menschen auf eine Krise wie Corona und was kaufen sie aktuell ein?

Artikel des täglichen Bedarfs liegen, wenig überraschend, auf der Beliebtheitsskala besonders sehr weit vorn: Laut Einkaufs-App Bring! wurden in den letzten Wochen insbesondere Hygieneartikel (Toilettenpapier, Seife, Desinfektionsmittel) und Grundnahrungsmittel (Mehl, Nudeln, Reis) bestellt (Quelle: iBusiness). Ähnliches beobachte ich auch bei der Suchfrequenz unter Amazon.de’s Markenanalyse: Hier liegen in der Lebensmittel-Kategorie Nudeln, Mehl und Brotbackmischungen, (Trocken-)Hefe, Reis sowie Konserven, Schokolade und Milch an erster Stelle.

Eine interessante Aufschlüsselung kommt von Plattformbetreiber ChannelAdvisor, die E-Commerce-Daten global und über alle betreuten Händler und Onlinekanäle hinweg erhoben haben: Die Überkategorien „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Sportartikel“ sind in der Corona-Krise aktuell die Verlierer, während „Beauty, Drogerie und Lebensmittel“ sowie „Computer“ einen sehr starken Anstieg verzeichnen (Quelle: ChannelAdvisor). Noch spannender wird es, wenn man hineinzoomt:

Beauty, Drogerie und Lebensmittel

Vitamine & Mineralstoffe sowie pflanzliche Ergänzungsmittel verzeichnen einen Anstieg; Handwasch- und Handdesinfektionsmittel sowie Erkältungsmittel führen die Kategorie an.

Computer

Der Umstieg ins Homeoffice ist klar erkennbar: Es wurden verstärkt Headsets, Bildschirme sowie Laptops & Tablets gekauft. Zahlen zu Webcams konnte ich an dieser Stelle keine finden, aber auch hier dürfte es (gemessen an der aktuellen Verfügbarkeit) zu einem signifikanten Anstieg gekommen sein.

Haushalt und Garten

Auch hier kommt das Homeoffice zum Vorschein: Schreibtische und sonstige Büromöbel sowie Kaffeekapseln waren der klare Renner. Ähnliches beobachte ich bei der Suchfrequenz unter Amazon.de’s Markenanalyse: Schreibtische, Bürostühle, Bildschirme und Headsets sind für das Homeoffice die beliebtesten Suchbegriffe.

Was heißt das für Händler?

Wer aktuell das liefern kann, was Käufer brauchen, geht als klarer Gewinner hervor. Irgendwann werden Käufer sich jedoch mit ausreichend Bürostühlen, Headsets und Großpackungen Nudeln eingedeckt haben. Händler sollten sich also jetzt schon die Frage stellen: Was benötigen Käufer dann?

 

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