Produktbewertungen legal anfordern, mit Vine

Am 11. Dezember 2019 schaltete Amazon.de das Vine-Programm frei, das es in den USA schon seit einiger Zeit für Vendoren gibt. Damit können Händler mit Markenregistrierung ganz legitim Bewertungen erwerben — und zwar von Produkttestern, die von Amazon höchstpersönlich ausgewählt wurden.

Der Produktivster erhält ein kostenloses Exemplar zur Probe, das er behalten darf, egal, ob er eine positive, eine negative oder gar keine Bewertung abgibt. Der Händler kann sich nicht aussuchen, welches Produkt an welchen Vine-Tester geht, und kann den Vine-Tester auch nicht beeinflussen. Amazon bringt Tester und Produkte zusammen.

Um am Vine-Programm teilzunehmen, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein:

  • Markenregistrierung vorhanden
  • Weniger als 30 Produktrezensionen
  • FBA-Produkt mit Lagerbestand und Zustand „neu“

Wie sieht so eine Bewertung aus?

Produktrezensionen von Vine-Testern sind gesondert markiert: Neben dem Namen des Rezensenten erscheint ein „Vine-Produkttester“-Badge:

Vine-Tester

Lohnt es sich?

Grundsätzlich verkaufen sich Produkte mit Bewertung besser als Produkte ohne Bewertungen, denn Käufer vertrauen auf das Feedback anderer Käufer. Dass der Käufer ein Vine-Produkttester ist, stellt zwar ein geringfügiges Manko dar — aber Vine-Tester bewerten durchaus neutral, ehrlich und glaubwürdig und leisten somit einen wertvollen Beitrag zu besserer Sichtbarkeit und höherer Conversion.

Fazit

Vendoren in den USA mussten für diesen Service früher viel Geld bezahlen. Aktuell sieht es so aus, als wäre das Vine-Programm, zumindest bis auf Weiteres, für Händler mit Markenregistrierung kostenlos. Nur ein kostenloses Probeexemplar muss gestellt werden. Auf Basis des niedrigschwelligen Einstiegs und in dem Wissen, dass Bewertungen verkaufsfördernd wirken, kann das Vine-Programm durchaus einen sinnvollen Baustein zur Amazon-Strategie darstellen.

 

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